Das Dritte Ohr

                       Deutschlands Ur-Bluesband

Auch Deutschland hat seine Bluesklassiker: Udo Wolff und seine Band “Das Dritte Ohr” - Mehr als drei Jahrzehnte deutsche Bluesgeschichte: 1968 gründete Udo Wolff Deutschlands Ur - Bluesband, die seitdem neben diversen Funk - und TV - Auftritten rund 3000 Konzerte in Europa, den USA und Mittelamerika gab. Die rauhe Stimme des singenden Mundharmonikaspielers Udo Wolff, seine deutschen Texte und sein direkter Publikumskontakt, der selbst bei Festivals über die Rampe kommt, sind das Markenzeichen der Pionierband des deutschen Blues.Ihr musikalisches Handwerk lernten die Mitglieder der Band noch aus erster Hand auf Tourneen mit schwarzen Bluesmusikern der stilbildenden Generation aus den Bands von Muddy Waters, Howling Wolf, Bo Diddley und anderen. Deutschlands Ur-Bluesband ist von erstaunlicher Beständigkeit auf der schnellelbigen Musikszene. Sie erspielte sich ein Publikum über Generationsgrenzen hinweg, das Musik für Kopf und Körper schätzt. Die musikalische Spannweite umfasst alten Deltablues ebenso wie rollende Boogies und elektrischen Big-City-Blues. Udo Wolffs Partner ist seit mehr als zwei Jahrzehnten der Gitarrist Tom Schrader. Pete “Bombay” Liebers ersetzte vor ca. einem Jahr den langjährigen Drummer Ferdi Peters. Bassist ist seit kurzem Gerd Meier, ebenfalls ein alter Hase. Manfred Miller, Autor der “Geschichte der Popmusik”, in einem Bandportrait des Südwestfunks: “Mit immer noch minimalem technischem Aufwand verbindet “Das Dritte Ohr” auf eigenständige Art Intensität mit Abgeklärtheit in der Tradition des echten Blues.” Der “Stern”: Das Dritte Ohr - die deutsche Blues - Institution.” Blues Unlimited: “Germany´s oldest and best bluesband.” ME/Sounds: “Die unverwüstlichen Pioniere des deutschen Blues.” Radio Luxemburg: “Tief, schwarz und deutsch gesungen mit einer Stimme, die Gänsehaut macht.” Die letzte CD “Negerküsse”, eingespielt im bandeigenen Studio und gemastert in New York, hat die Kritiker abermals überzeugt. NDR: “Und wieder sind eigenwillige Ohrwürmer im Ohr-typischen rauhen Sound dabei.”

Bereits 1981 hatte Das Dritte Ohr als erste deutsche Bluesband den Sprung in die USA gewagt und bestand den Härtetest mit Konzerten in der Bluesmetropole Chicago. Es folgte ien weltweit vertriebener Sampler des legendären “Chess” - Labels, auf dem Das Dritte Ohr vertreten ist neben Muddy Waters, den Rolling Stones, John Lee Hooker, Eric Clapton und B.B.King. Diese CD wurde zum weltweit bestverkauften Sampler in der Geschichte der Bluesmusik.Schon 1979/80 wurde eine vielbeachtete Blues-LP mit eigenen deutschen Texten eingespielt. Für dieses Novum erhielt die Gruppe als erste deutsche Bluesband den Preis der Deutschen  Schallplattenkritik. Diese LP mit dem Titel “Zahltag” ist bis heute immer noch die jemals bestverkaufte deutsche Blues-LP. Der Nachfolger “Himmel oder Hölle” erschien 1981. Alte Originalexemplare der LPs der Gruppe erzielen auf Sammlerbörsen seit einigen Jahren schon Spitzenpreise. Udo Wolff und Tom Schrader sind seit mehr als zwei Jahrzehnten ein Komponistenteam mit mehr als 150 eigenen Stücken. Über 250 Blues - und R & B - Bands gibt es inzwischen in Deutschland. Bilanz des Fachblatts “Musiker”: “Udo Wolff hat mit dem Dritten Ohr der deutschen Blues-Szene den Boden bereitet.” Der Bandleader auf die Frage eines jungen Rundfunkmoderators, wie lange die Gruppe noch spielen werde: “Wir spielen noch an deinem Grab.”

Lang ist die Liste der schwarzen Musiker, mit denen Das Dritte Ohr in Europa unterwegs war. Mundharmonika-Legende Sonny Terry war nach einer Begegnung sichtlich erstaunt, dass man in Deutschland so Blues spielte. New Orleans - Bluespianist James Booker nach seiner Europa-Tournee in einem Interview mit dem US - Bluesmagazin “Living Blues”: “Die beste Bluesband, die ich in Europa gehört habe!” Bereits Anfang der 70er Jahre sang Udo Wolff den Blues auch in seiner Muttersprache Deutsch und machte damit seinen Zuhörern Bluesinhalte direkt zugänglich “ mit einer Vulkanstimme” (Frankfurter Rundschau), “ die bei aller Rauheit rauchzarte Zwischentöne kennt.” (FAZ), “mit lakonischem Witz, Härte und Gefühl” (TAZ). Rowohlts Folk-und Blueslexikon: “Höhepunkt deutscher Bluestexte zu kompetent gespielter schwarzer Musik”, “in einer Mischung aus Zuhör - und Mitgehmusik”(tip, Berlin), ohne Klischees und Klamauk (Hamburger Morgenpost). “Getragen von einer geradezu raffiniert einfach spielenden Rhytmusgruppe steht hier die Story im Vordergrund. Die Soli werden wie Sahnehäubchen eingesetzt und bleiben dabei songdienlich.”(Hannoversche Allgemeine). “Hier sprechen die Instrumente miteinander und kommentieren Wolffs Gesang, der aus einer Mundharmonika Töne holt, die klingen, als hinge sein Leben davon ab. Tom Schrader ist auch auf der Slidegitarre ein ebenbürtiger Partner in dieser traumwandlerisch eingespieltehn Gruppe” (Westdeutsche Zeitung). “ Während heute zuviele Bands den Blues modisch parfümieren wollen, was oft zu belangloser Instrumentalartistik führt, ist hier der pure Extrakt gefragt. Das Publikum honoriert die Botschaft begeistert”, schrieb die Süddeutsche Zeitung. WDR: “Diese Band kann wirklich musikalisch Geschichten erzählen und ist selbst musikalische Geschichte.” NDR: “ Abgeklärt mit Herzblut gemachte Musik”. Deutschlandfunk: “ Das Dritte Ohr kopiert nicht im Retro-Stil. Dies ist gewachsene Musik auf eigene Art, in tiefem Verständnis der Essenz dessen, was echten Blues ausmacht: die gesungene Story”.

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